Vase in Antiksiler im Shabby Chic mit Blumen in Rosa

Shabby Chic: Zeitlos schöne Möbel und Dekorationen mit Charakter

Shabby Chic – wir lieben diesen charmanten Look, denn der helle romantische Stil zaubert selbst aus Stadtwohnungen und modernen Reihenhäusern behagliche Rückzugsorte. Doch was ist Shabby Chic? Woher kommt der Name? Welche Farben kennzeichnen diesen Stil? Und wo gibt es Möbel im Shabby Look?

 

Shabby Chic ist der perfekte Stil für Jeden, der das Unvollkommene mag und Dinge, die Gebrauchsspuren haben. Nichts und niemand ist perfekt. Wir haben alle unsere kleinen Macken, Ecken und Kanten, unsere Ungereimtheiten.

 

Und daher passen auch Möbel und Gegenstände zum Leben, die eine Geschichte erzählen. Denen anzusehen ist, dass sie bereits genutzt wurden, die abgeblätterte Farbe, abgestoßene Kanten und Ecken haben. Denn wenn eine Einrichtung nur glänzend, glatt und makellos ist, wirkt sie leicht leblos und steril. Aber gerade in unserem eigenen Zuhause suchen wir nach Geborgenheit, Ruhe und Gemütlichkeit.

 

So trägt der Einrichtungsstil Shabby Chic sehr viel dazu bei, dass wir uns zu Hause so richtig wohl fühlen. Denn im Shabby Chic geht es um die Liebe zum Detail und um die Schönheit des Unvollkommenen.

Schönes Willkommen im Shabby Chic: Die weiße Gardine Mayenne aus Leinen macht aus der alten Tür ein Schmuckstück
Schönes Willkommen im Shabby Chic: Die weiße Gardine Mayenne aus Leinen macht aus der alten Tür ein Schmuckstück (Foto LOBERON)

Was ist der Shabby Chic?

 

Shabby bedeutet auf englisch „schäbig“, „marode“, „heruntergekommen“ und Shabby Chic ist eine Mischung aus Erbstücken, Flohmarktkäufen, Selbstgemachtem sowie Möbel und Gegenständen mit sichtbaren Gebrauchsspuren, die durchaus auch mit modernen Einzelstücken kombiniert werden können.

 

Zum Einrichtungsstil passen zarte, verblichen wirkende Farben in Naturtönen, einfache Muster und schlichte Fußböden aus Hartholz, Sisal oder anderen Naturmaterialien.

 

Natürliche Stoffe wie Metall, Leder, Baumwolle, Leinen, Samt und Seide mit Paisleymustern, Toile-de-Jouy oder mit Schrift-Motiven bedruckt. Kelims oder Orientteppiche gehören ebenfalls dazu.

 

Auch Handwerk und DIY wie Spitze, Gestricktes und Gehäkeltes oder mundgeblasenes Glas, Kristall oder Keramik haben ihren Platz im Shabby Chic.

Kommode Bolquère im weißen Shabby Stil mit Glaseinsätzen für Badezimmer, Flur, Schlafzimmer oder Küche
Kommode Bolquère im weißen Shabby Stil mit Glaseinsätzen für Badezimmer, Flur, Schlafzimmer oder Küche (Foto LOBERON)

Wer hat den Namen Shabby Chic erfunden?

 

Die englische Stylistin Rachel Ashwell hat 1989 den Namen Shabby Chic geprägt. Inspiriert wurde sie dazu durch die Einrichtung großer, alter Landsitze des niederen Adels, die einen starken Gegensatz zur teuren Innenausstattung im viktorianischen Stil bei der oberen Mittelklasse darstellte.

 

Dieser Einrichtungsstil hat sich inzwischen von einer eher alternativen Gegenbewegung zu einem echten Trend entwickelt. Nicht zuletzt deswegen, weil er in hohem Maße Aspekte der Nachhaltigkeit aufgreift, indem alte Möbel nicht mehr weggeworfen, sondern wieder aufgearbeitet werden, ohne deren alten Charme zu zerstören.

Welche Farben gehören zum Shabby Chic?

 

Helle, freundliche und pastellige Töne dominieren im Shabby Chic. Vor allem die Farbe Weiß in allen Nuancen von Creme bis zu einem hellen Grau. Sie verstärkt gerade in unseren Breiten und speziell  in der dunklen Zeit das Licht, sodass selbst die dunkelsten Winkel freundlicher strahlen.

 

Zu einer weißen Grundfarbe passen wunderbar alle Naturtöne wie Beige, helles Braun und als einzelne Kontrastfarben auch ein dunkles Grau, ein gebrochenes Taubenblau oder Schwarz.

 

Zarte Pastelltöne wie Rosé, Pistaziengrün oder ein verwaschenes Blau setzen dazu feine Akzente.

Alter Tisch und Schränke im Shabby Stil auf Flohmarkt in Süd-Frankreich in Isle-sur-la-Sorgue
Schöne alte Möbel im Shabby Stil gibt es auf Flohmärkten in Frankreich wie hier in Isle-sur-la-Sorgue (Foto Claudia Mattheis)

Passen auch moderne Technik und Einzelstücke zum Shabby Chic?

 

 

Ja, natürlich! Denn der Shabby Chic lebt von Kontrasten. Darum muss moderne Technik wie ein Fernseher nicht versteckt oder in einen alten, verschnörkelten Holzrahmen gesetzt werden, um stilgerecht zu bleiben. Im Gegenteil, grade die Kombination aus Altem, Neuem, einzelnen Fundstücken oder Kuriosem macht den besonderen Zeiz aus.

 

Viele technische Gegenstände sind außerdem aus mattem Silber oder Aluminium. Solche schimmernden Accessoires veredeln die hellen und sanften Shabby-Töne. Wenn Sie dazu silberne Vasen, Bilderrahmen oder Kristallleuchter kombinieren, verleihen Sie der Wohnung zudem ein wenig Eleganz.

Französischer Shabby Chic: Diese alte Chaiselongue haben wir auf dem berühmten Flohmarkt in Isle-sur-la-Sorgue entdeckt
Französischer Shabby Chic: Diese alte Chaiselongue haben wir auf dem berühmten Flohmarkt in Isle-sur-la-Sorgue entdeckt (Foto Claudia Mattheis)

Wo gibt es Möbel und Dekorationen im Shabby Chic?

 

Auf Flohmärkten oder in Geschäften für Second Hand Möbel und Wohnungsauflösungen gibt es immer wieder schöne Einzelstücke oder Schnäppchen im Shabby Stil zu entdecken.

 

Diese oder auch neu neu gekaufte Holzmöbel können Sie auch ganz einfach zu echten Vintage-Schönheiten umarbeiten. Zum Beispiel durch Abschleifen, Streichen mit Kreidefarben oder mit antiken Beschlägen aus Metall. Wer ausgediente Wohnaccessoires und Möbelstücke umgestalten und auffrischen will, findet dazu zahlreiche Bücher und Anleitungen.

 

Wenn Ihnen das zu mühsam ist, können Sie natürlich auch schöne Möbelstücke im Shabby Chic-Stil mit Gebrauchsspuren oder Antik-Finish kaufen. Eine besonders schöne Auswahl von Holzmöbeln, Vasen, Spiegeln und Dekorationen mit Shabby Charme haben wir bei LOBERON entdeckt.

Vase in Antiksiler im Shabby Chic mit Blumen in Rosa
Zarte Farben und glänzendes Antiksilber geben dem Shabby Chic eine edle Note (Foto LOBERON)

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