Was ist der französische Landhausstil und wie sieht er aus?

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Louis-Quinze-Sessel (Foto © karepa-fotolia.com)

Warum ist der französische Landhausstil so beliebt und was macht seine Faszination aus?

 

Wir haben uns auf Spurensuche in die Geschichte begeben und dabei einige interessante Fakten recherchiert.

 

Frankreich prägte den Möbelstil in ganz Europa

Frankreichs Kultur war im 18. und 19. Jahrhundert stilprägend für ganz Europa. Der Glanz vom Hofe des Sonnenkönigs Ludwig des XIV. strahlte von Paris bis nach Moskau oder Sizilien. Im Anschluss daran führte der Absolutismus dazu, dass der klassizistische Barock nicht nur in ganz Frankreich, sondern auch in vielen angrenzenden Ländern für Architektur und Inneneinrichtung bestimmend wurde.

 

So kam Frankreichs Wohnstil nach Skandinavien

Vor allem König Gustav III, der von 1771 – 1792 Schweden regierte, war fasziniert vom französischen Stil und führte ihn in Skandinavien ein, mit einer etwas helleren Anmutung. Dieser ist heute unter dem gustavianischen Stil bekannt.

 

Französischer Landhausstil: Wandlung von verspielt zu schlicht

Der gradlinige, nüchterne und etwas strengere Empire-Stil von Napoleons Kaiserreich löste den verspielteren Louis-seize-Stil ab. In dieser Zeit Anfang des 19. Jahrhunderts  begannen wohlhabende Städter, sich ein Landhaus in den nahen Dörfern zu bauen. Diese besaßen eine Gartenfläche um das Wohnhaus und wurden vorwiegend in den Sommermonaten genutzt. Das Mobiliar war ländlich stilisiert, hier wurde der einfache Stil der Bauern mit dem aus der Stadtwohnung gewohnten Annehmlichkeiten kombiniert.

 

Im Zuge der Auswandererwellen im 19. Jahrhundert wurde dieser Stil auch nach Nordamerika exportiert und wird heute dort Shaker-Stil genannt.

 

Im Wesentlichen ist der französische Landhausstil geprägt durch helle, freundliche Pastelltöne von unterschiedlich gebrochenem Weiß bis zu Olivtönen.

 

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